Grundprinzip der hydrostatischen Lagerung
Die Hydrostatik-Technologie nutzt eine externe Hochdruckpumpe, um Schmieröl in den kleinen Spalt zwischen den Lagerflächen—Welle und Gehäuse oder Tisch und Basis—zu pressen und so einen tragfähigen Ölfilm zu bilden. Dieser trennt die Bauteile vollständig und erzeugt 'reine Flüssigkeitsreibung' ohne Kontakt.
Kernparameter
Die Filmdicke liegt meist bei 3–50 μm bei einem Versorgungsdruck von 1–10 MPa. Ein Drosselglied (Kapillar, Blende, Membran- oder Schieberrückführung) passt den Kammerdruck lastabhängig an. Die Membrandrossel liefert die höchste Steifigkeit und ist die bevorzugte Wahl für Spitzenanwendungen.
Vergleich mit Aerostatik
Die Gaslagerung ist sauberer und schneller, hat aber geringere Tragfähigkeit und Steifigkeit sowie ein Instabilitätsrisiko ('Luftpoltern'). Die flüssige Hydrostatik überzeugt bei Last, Steifigkeit und Dämpfung.
Warum es wichtig ist
Für Ultrapräzision bieten Kontaktfreiheit, hohe Steifigkeit und gute Dämpfung Rundlaufwerte unter einem Mikrometer und nahezu unbegrenzte Lebensdauer.